Der Bereich VDI-Sizing befasst sich mit dem Ermitteln der Dichte von virtuellen Installationen (Client, sowie Server) auf einer bestimmten Hardware (physischer Server).
Vorgehensweise: Wir bekommen von Ihnen eine Master-Umgebung als Acronis-Image. Es kann sich um eine Master-Clientinstallation oder um eine Master-Serverinstallation handeln. Beide Installationen sind durch den Kunden mit allen relevanten Applikationen und/oder Serverdiensten bestückt. Wir erstellen davon diverse Images und bestücken verschieden oder vom Kunden genau spezifizierte physische Server mit der gelieferten Basisinstallation. Je nach Lizenzlage (vom Kunden zu klären) können wir bis zu 2.800 virtuelle Installationen auf bis zu 43 physische Server (derzeit ausschließlich HP DL 3xx/5xx G6 & G7-Reihe) vervielfältigen und mittels eigener Scripte ein praxisnahes Useraufkommen mit allen anfallenden Aktionen simulieren. Bei der Simulation können wir entweder eigene Erfahrungswerte verwenden, oder – nach einem Besuch beim Kunden – exakt die Arbeitsweise einzelner User, Usergruppen oder Abteilungen fast sekundenganau abbilden. Dabei berücksichtigen wir folgende Aspekte:
- Öffnen von (vorgegebenen Applikationen)
- User-Interaktion mit den Applikationen, wie folgt:
- Ein- und Ausgabe von Daten/Inhalten mittels “Blindtext“/”Blinddaten“ oder nach exakter Kundenvorgabe
- Bei der Dateneingabe werden Tastaturanschläge simuliert – variable Geschwindigkeiten sind möglich
- Bei der Dateneingabe werden Mausbewegungen simuliert, welche dem Verhalten eines echten Users entsprechen
- Drucken von erzeugten Inhalten (virtuelle PDF- oder PS-Drucker)
- Speichern erzeugter Dokumente (lokal oder im abgebildeten Netz) auf einem oder mehreren Servern oder in ein (vorgegebenes) Datenbankformat (Oracle, MS-SQL)
- Das Netzwerk kann auf Wunsch mit exakt den gleichen IP-Adressen und Namenskonventionen aufgebaut werden, wie auch beim Kunden vor Ort (eine rechtsverbindliche Freigabe durch den Kunden ist hierfür erforderlich)
- Die gesamte abgebildete virtuelle Umgebung kann exakt, wie beim Kunden vor Ort (Namen, Domainstruktur, Topologie) abgebildet werden.
- Ein- und Ausgabe von Daten/Inhalten mittels “Blindtext“/”Blinddaten“ oder nach exakter Kundenvorgabe
- Untersuchung der Platzierung von virtuellen Instanzen (lokale Serverplatten oder externes Storage*)
- * Obwohl der derzeitige Trend – spezielle bei virtuellen Desktops (VDI) – ein Ablegen der virtuellen Instanzen in der SAN (FC- oder iSCSI-Anbindung) präferiert, können je nach Nutzungsart, Anzahl und Dichte (pro Server) der virtuellen Desktops und der Art der virtuellen Instanzen (persistant image oder cloned-/linked image) auch lokale (serverinterne) Platten bisweilen performanter und de facto immer kostengünstiger sein.Speziell dieser Punkt ist recht komplex und sollte genau überlegt und mit dem Kunden diskutiert werden, die mögliche Kostenersparnis kann sich sehr schnell auf über € 100.000,00 aufsummieren.
Wir haben erprobte Strategien und Lösungen sowohl für eine lokale Plattennutzung, wie auch beim Einsatz von externen Storagesystemen, welche je nach Umgebung, bestehender Infrastruktur und Kundenanforderung maßgeschneidert implementiert werden können. Testablauf nach entsprechender Installation der gewünschten Anzahl von virtuellen Instanzen, Einrichtung der Netzwerkinfrastruktur und der gewünschten Storagesysteme:
- Alle virtuellen Instanzen werden mit den entsprechenden Interaktionen im Einsatz überwacht.
- Wir setzen dabei sowohl herstellereigene (VMWARE, Microsoft), wie auch zur Sicherheit und um Messfehler zu minimieren eine Fülle von Fremdanbieter-Tools ein. Jede virtuelle Instanz hat drei überwachte Testläufe pro 24 Stunden. Pro Testlauf kommen jeweils unterschiedliche Tools für die Überwachung/Auswertung zum Einsatz. Durch die Nutzung verschiedener Softwareprodukte für das Überwachen, wie auch für die Auswertung der gewonnenen Ergebnisse, können wir einige bekannte, herstellerspezifische “Schwachstellen” ausräumen und bekommen tatsächlich belastbare und praxisrelevante Mittelwerte.
Nach unserer Erfahrung und durch das Feedback von Kunden wissen wir, dass unsere Messwerte bei einer späteren Umsetzung in der Praxis um max. 5,86%* von den vom Kunden ermittelten Resultaten abweichen. * Max. jemals beim Kunden gemessene Abweichung, bedingt durch eine bei uns nicht zu 100% abbildbare Infrastruktur.