Der Bereich Optimierung zählt zu den kontroversesten Bereichen überhaupt. In der Regel sehen Entscheider, wie auch die meisten Administratoren keinen Anlass eine Systemoptimierung durchzuführen, solange “alles läuft”.
Frei nach dem Motto “if it ain’t broke, dont fix it”
Und natürlich leidet der Begriff stark darunter, dass man diesen irgendwie immer mit “schneller machen” (tiefer legen) verbindet und eher in den Bereich zweifelhafter Computerzeitschriften – gedacht für den bastelfreudigen Homeuser – zuordnet.
Verständlich!
Natürlich ist eine Systemoptimierung das Ergebnis unseres Angebotes Auditing & Analyse, man sollte jedoch darüber nachdenken, wann im Vorfeld eine Optimierung Sinn machen würde.
Wir haben zu diesem Thema bereits vor Jahren über 3.000 Seiten Fachliteratur publiziert, über 600 Seminare mit gut 11.000 Teilnehmern geleitet und die Thematik wiederholt und mit großem Erfolg bei diversen Foren vorgetragen.
Nicht einer unser zahlreichen Kunden kam aus der verschriehenen “Homeuser”-Ecke, die Liste der Teilnehmer liest sich wie das Who is Who der deutschen Industrie. Und diese Unternehmen hätten nicht über immerhin 16 Jahre immer wieder Mitarbeiter zu den Seminaren/Workshops/Foren geschickt, wenn diese Ansätze in der Praxis nichts bewirken würden.
Zum Beispiel ist eine Systemoptimierung/Anpassung bei virtuellen Windows-Desktops nach einer Standardinstallation ein absolutes Muß! Die Dichte virtueller Instanzen lässt sich auf diese Art und Weise um 15%-35% steigern (je nach Hardware). Wie man die notwendigen Schritte umsetzt – ob über GPO’s, mittels SCCM oder anderweitig, ist eine unternehmenseigene Entscheidung, welche von den verfügbaren Werkzeugen und Mitteln diktiert wird.
Eine Optimierung von physischen Clients hingegen kann vielen “schleichenden” Problemen vorbeugen, wie z.B. Ärger mit Benutzerprofilen, Internet-Zertifikaten, Problemen bei der Druckerzuweisung oder beim Drucken, übermäßig langen Anmeldezeiten, etc., etc.
Aber auch Server können je nach Einsatzgebiet von einer Optimierung profitieren. Nicht zuletzt kann dadurch z.B. die Anschaffung neuer Hardware u.U. stark hinausgezögert oder erst einmal komplett verworfen werden.
Betrachten Sie also eine Systemoptimierung als sinnvolle Präventivmaßnahme, welche aufkommende Probleme zuverlässig verhindern oder abschwächen kann und somit die Verfügbarkeit (nicht zwingend die Geschwindigkeit) Ihrer Infrastuktur stark erhöht.
Eine nachrägliche Systemanalyse, wenn es zu ersten Problemen kommt, ist ungleich zeitaufwändiger, schwieriger und daher auch leider sehr kostenintensiv.